Infostand: „Mut braucht Schutz“; Freiheit für Nasrin Sotoudeh (Iran) am 14.09.2019

Bild: Jürgen Grab

Neuwied. Unter dem Motto „Mut braucht Schutz, Freiheit für Nasrin Sotoudeh“

beteiligten sich Mitglieder der Internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Neuwied an einer Aktion des Regionalbüros West von Amnesty International gegen die Zwangsverschleierung im Iran.

Durch das Zeigen einer Verschleierung, sowie einer Entschleierung, dargestellt durch das schwenken der Tücher über dem Kopf, drückten die weiblichen Mitglieder von AI stündlich ihren Protest gegen die politischen Verhältnisse im Iran aus und zeigten damit ihre Solidarität für Nasrin Sotoudeh. Die Menschenrechtsanwältin und Frauenrechtlerin  setzt friedlich sich gegen den Verschleierungsgszwang für Frauen im Iran ein.

Sie wurde im Juni  des vergangenen Jahres wegen ihrer Kritik am iranischen Verschleierungsgesetz verhaftet. In dem Prozess im Dezember 2018 wurde sie wegen Anstiftung zu Verdorbenheit und Prostitution; sowie wegen Gründung einer Gruppe zur Gefährdung der nationalen Sicherheit verurteilt.

Ihr drohen in zwei laufenden Gerichtsverfahren von 2016 und 2018 insgesamt 34 Jahren  Gefängnis und 148 Stockhieben. Laut Amnesty International ist sie eine gewaltlose politische Gefangene und muss ohne Bedingungen freigelassen werden.

AI fordert die Beendigung der Kriminalisierung von Frauenrechtlerinnen und die Einleitung zur Abschaffung des Verschleierungsgesetzes.

Inge Rockenfeller und Manfred Kirsch drückten ihr Entsetzen über den religiösen Fanatismus aus, der sich durch die Menschenrechtsverletzungen an Frauen im Iran zeige.

Die Amnesty Gruppe Neuwied will auch zu diesem Thema weiterhin aktiv bleiben.

Auf dem Foto: ( Von links nach Rechts)

Inge Rockenfeller; Theresia Knieke; Beate Junglas Krischer; Celine Amesse; Susanne Kudis; Siegfried Kowallek; Manfred Kirsch