Mahnwache zum „Internationalen Tag gegen die Todesstrafe“ / Schwerpunkt USA am 10.10.2020

Bild: Jürgen Grab

Gedenktag  ( 10.Oktober ) durch Mahnwache verwirklicht

 Die Weltkoalition gegen die Todesstrafe mit Sitz in Frankreich etablierte den Internationalen Tag gegen die Todesstrafe, der seit 2003 jedes Jahr am 10. Oktober begangen wird.

Der Gedenktag wurde mit dem Ziel eingeführt, die Todesstrafe weltweit abzuschaffen. Die Europäische Union unterstrich die Bedeutung dieses Gedenkens mit der Einführung des Europäischen Tages gegen die Todesstrafe im Jahre 2007. In Neuwied beteiligte sich die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit einer Mahnwache auf dem Neuwieder Luisenplatz. Gruppenmitglied Inge Rockenfeller wies darauf hin, in den USA werde seit 2020 auf Bundesebene wieder hingerichtet, ein bedauerlicher Rückschritt, bei dem man sich fragen müsse, warum nach einem 17jährigen Moratorium diese 180-Grad-Wende eingeleitet worden sei. Gruppensprecherin Susanne Kudies brachte ihr Entsetzen darüber zum Ausdruck; denn die Todesstrafe sei mit unserem Verständnis der Menschenrechte nicht zu vereinbaren, stehe im Gegensatz zum Recht auf Leben. Ihr Kollege Manfred Kirsch ergänzte auch im Hinblick auf Fehlurteile, eine vollzogene Todesstrafe sei nicht mehr rückgängig zu machen. Um der Corona-Situation gerecht zu werden, beschränkte die örtliche Amnesty-Gruppe die Zahl der Teilnehmer.

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12. Oktober 2020