Mahnwache zu Häusliche Gewalt und Impfgerechtigkeit in der Corona Pandemie 2021 am 27.03.2021

Bild: Inge Rockenfeller

Häusliche Gewalt und Impfgerechtigkeit in der Corona Pandemie 2021

Neuwied. Ihren Protest gegen die aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie eingetretende Häufung häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen, sowie die weltweit zu beobachtende Impfungerechtigkeit, brachte die Neuwieder Gruppe von Amnesty International bei einer Mahnwache auf dem Luisenplatz zum Ausdruck.

Coronabedingt fand die Mahnwache mit weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer  als gewohnt statt.

Inge Rockenfeller stellte fest: „Überall auf der Welt gab es in letzer Zeit  Berichte über verstärkte Gewalt an Frauen und Mädchen.

Durch Lockdowns und andere Restriktionen waren sie mit denjenigen Personen, die sie misshandeln, eingeschlossen,  oder sie hatten keine Möglichkeit sich in Sicherheit zu bringen und Unterstützungsleistungen zu erhalten.“

In Polen könnte die Lage der Frauen und Mädchen noch gefährlicher werden, nachdem der Justizminister  Ziobro den Vorschlag gemacht hatte, sich aus der „Istanbul-Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von häuslicher und anderer Gewalt gegen Frauen“ zurückzuziehen.

Der türkische Präsident Erdogan ist bereits aus dem Abkommen ausgetreten.

Amnesty International ist besorgt darüber. „Sich von der Konvention zurückzuziehen wäre ein gefährlicher Schritt mit desaströsen Konsequenzen für Millionen von Frauen und Mädchen, die von Gewalt bedroht sind.“

Zur weltweit sich verschärfenden Impfungerechtigkeit bemerkte Manfred Kirsch:

„Die Pandemie verschärft die Ungerechtigkeit in bislang ungeahntem Ausmaß. Die schwächsten Staaten der Erde drohen beim Impfen vergessen zu werden.

Eine gerechte Impfstoffvergabe darf keine Frage des Geldes sein. Impfgerechtigkeit bedeute, dass kein Mensch, arm oder reich von der  Impfung ausgeschlossen sein darf. Gerade in dieser Frage zeige sich die Ungleichheit zwischen den reichen Industriestaaten und den Entwicklungsländern.“

Hinzu kommen gravierende mittelbare Folgen, sollte die Pandemie noch lange anhalten.

Der Lockdown hat in vielen afrikanischen Ländern dazu geführt, dass Lieferungen von Nahrungsmitteln unterbrochen wurden und keine Medikamente mehr verteilt werden konnten.

Deshalb muss eine Hunger-und Armutskrise befürchtet werden.

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2. April 2021