Infostand zum Thema “Digitale Sicherheit” am 23.04.2022

Jede(r) hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.” Nach Gleichheitsgrundsatz in Artikel 1 und Diskriminierungsverbot in Artikel 2 stellt Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte klar: Leben, Freiheit und Sicherheit sind eng miteinander verknüpft. Jeder Mensch sollte in Deutschland die Möglichkeit und die Freiheit haben, sich überall aufhalten zu können, ohne dabei zu riskieren in Gefahr für Leib und Leben zu kommen.

Aus diesem Grund wird vieler Orts auf Sicherheit durch Überwachung gesetzt. Kameras zeichnen auf, wer sich an öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen und Parks aufhält. Dabei soll die digitale Gesichtserkennung helfen, sowohl bei der Prävention als auch bei Aufklärung von Verbrechen. Dies jedoch sieht Amnesty International kritisch und weist in diesem Zusammenhang auf die Gefahr des Missbrauchs digitaler Überwachung hin und wendet sich daher gegen eine generelle Gesichtserkennung bei solchen Aufnahmen in der Öffentlichkeit. Die Neuwieder Menschenrechtsaktivisten stellten ‚Ban the Scan!‘ – Gesichtserkennung vermeiden!‘  – die neue Amnesty-Kampagne vor und informierten am Samstag über die Gefahren im Internet in Zusammenhang mit digitaler Sicherheit, sowie über die Möglichkeit von Cyberwar-Attacken und Meinungsmanipulation über die Onlineforen. Sie sprachen mit interessierten Passanten über Vorteile und Nachteile bei der Nutzung des Internets. Doch auch der von Russland geführte Krieg gegen die Ukraine, der immer mehr zu eskalieren drohe, war weiterhin Thema am Infostand der Neuwieder Amnesty-Gruppe. Gruppenmitglied Manfred Kirsch erklärte hierzu: „In diesen Tagen sehnen sich viele Menschen danach, dass die internationale Politik wieder stärker vom Geist der Gewaltlosigkeit geprägt werde, inspiriert von der US-Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King und der Friedens- und Entspannungspolitik der Siebziger Jahre. Kirsch erinnerte dabei an den Ausspruch von Willy Brandt: ‚Ohne Frieden ist alles nichts!‘ –  Dieser sei aktueller denn je“.

13. Juni 2022