Infostand zum Internationalen Frauentag 2026

Anlässlich des Internationalen Frauentages machten die Neuwieder Amnesty-International-Gruppenmitglieder auf die Situation der Mädchen und Frauen im Iran und in Pakistan aufmerksam.  An ihrem Stand gingen die Mitglieder der AI Gruppe auch auf die aktuelle Situation im Iran ein und verwiesen auf die Erklärung der Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Julia Duchrow.

Bild vom AI-Infostand Neuwied 7. März 2026

„Wenn Menschen im Iran, Israel oder im Libanon ihr Zuhause verlieren oder wenn Mädchen, Frauen und Kinder in Trümmern sterben, ist das nicht einfach eine Tragödie – es ist ein ein schwerer Verstoß gegen grundlegende internationale Schutzpflichten. Jede Verletzung dieser Verpflichtungen wird die Golfregion noch weiter in Richtung einer erneuten humanitären und menschenrechtlichen Katastrophe treiben.“

Auch im Krieg benötigen Mädchen, Frauen und Kinder unseren  besonderen Schutz, und wir dürfen sie nicht vergessen. Deshalb fordert die Menschenrechtsorganisation in einer Petition die iranische Regierung auf, die UN-Kinderrechtskonvention ohne Einschränkungen zu ratifizieren und damit das Mindestalter für die Ehefähigkeit auf 18 Jahre anzuheben: https://amnesty-frauen.de/2026/02/8-maerz-2026-kinderehen-im-iran/

Es gab im Iran Fälle, in denen Frauen, die als Minderjährige verheiratet wurden, ihre gewalttätigen Ehemänner töteten und dafür zur Todesstrafe verurteilt wurden. Deshalb fordert Amnesty, die Todesstrafe für diese Frauen aufzuheben und den Straftatbestand der Vergewaltigung in der Ehe in das Strafgesetzbuch aufzunehmen.

In Pakistan gibt es Menschenrechtsverletzungen in der Bekleidungsindustrie, von denen besonders Frauen betroffen sind. Amnesty fordert die Regierung in einer Petition auf, die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz, den Schutz vor Diskriminierung und gerechte Arbeitsbedingungen zu gewährleisten: https://www.amnesty.org/en/petition/join-the-fight-for-garment-workers-rights/ (auf englisch)

Im Iran drohen der Menschenrechtsverteidigerin Sharifeh Mohammadi 30 Jahre Haft. Sie setzte sich für Frauen– und Arbeitnehmer*innenrechte ein. Amnesty fordert die Regierung in einer Petition auf, sie bedingungslos freizulassen, da sie nur wegen ihres friedlichen Engagements für die Menschenrechte in Haft gehalten wird: https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/iran-sharifeh-mohammadi-august-2025-2025-07-25

Gruppenmitglied Theresia Knieke erklärte grundsätzlich: „Solange es nur Glück ist, öffentlich meine Meinung sagen zu können, und solange es nur Glück ist, bei einem Polizeiverhör nicht sexuell misshandelt zu werden, liegt es mit den Rechten der Frauen weltweit noch sehr im Argen und bedarf noch vielfältigen Einsatzes.“

Ihr Kollege Manfred Kirsch fügte hinzu: „Solange wir von Glück sprechen, wenn für einen die Menschenrechte existieren, zeigt dies, wie notwendig die Arbeit von Amnesty International ist.“ Theresia Knieke zeigte sich zufrieden mit dem Interesse vieler Passanten für die Rechte von Mädchen und Frauen im Iran und Pakistan, zumal viele Interessenten die Petitionslisten unterschrieben.

11. März 2026